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Schaumburg – sagenumwoben

Seit je her ist unsere Schaumburger Heimat ein sagenumwobenes Land. Hier vier Heimatsagen von Riesen und Zwergen und von guten Frauen:

Wie die Weserberge entstanden sind

Als die Riesen in grauer Vorzeit den Blocksberg oder Brocken bauten, holten sie in ihren Riesenschubkarren die Bausteine dazu vom Stande der Nordsee. Das kleine Gerümpel packten sie unten in die Schubkarren und rollten oben darauf die großen Felsblöcke. Wenn sie vom Meere zum Harz fuhren, rieselten unterwegs der Kies und das feine Steingeröll durch die Ritzen der Schubkarren. Als sie den Blocksberg fertig hatten, waren aus dem unterwegs verloren gegangenen Kies und Geröll auch die Weserberge entstanden.

Einem Riesen war beim Einladen Sand in den einen Holzschuh gekommen. Er zog ihn auf dem Wege zur Baustelle aus und entleerte den Sand. Daraus wurden die Rehburger Berge. Mit dem anderen Fuß sackte er tief in das Moor ein und konnte ihn nur mit Anken und Stöhnen wieder hochziehen. Dieses Loch heißt heute das Steinhuder Meer.

Wie der Nesselberg entstand

Vorzeiten hausten im Wesertal zwei gewaltige Riesen. Der eine wohnte im Paschenberge, der andere auf dem gegenüberliegenden Borberge. Die Erde erbebte, wenn einer von ihnen nieste, und Pfützen so groß wie kleine Teiche entstanden, wenn sie bei Regenwetter ausgingen. Als gute Nachbarn halfen sie einander, und wenn einer backen wollte, so brachte auch der andere seinen Teig. So backten sie abwechselnd bald in dem einen, bald in dem anderen Ofen. War der Ofen heiß, so kratzte der Riese seinen Backtrog aus. Dann kam der andere mit seinem Teig herbei. Als einmal wieder Backtag war, hörte der Borberg-Riese schon früh am Morgen ein lautes Schrubben. Schnell mengte er seinen Teig an und eilte zum Paschenberg hinüber, fand aber den Paschenberg-Riesen noch im tiefen Schlafe liegen. „Ei, ei, Kamerad, was ist den das? Ich hörte dich doch schrubben", sagte der Borberg-Riese. Der Paschenberger aber lachte und antwortete: „Da hast du dich geirrt, mich stach just ein Floh, da habe ich mich gekratzt. Der Ofen ist noch lange nicht heiß."

Da blies der Borberg-Riese seine Nüstern auf und schnaufte gewaltig. Wütend warf er den Teig dicht vor den Ofen. Aus diesem Teig entstand vor dem Paschenberg der Nesselberg, auf dem die Schaumburg liegt. Nun stapfte der Riese eilig von dannen. Auf diesem Wege geriet er mit einem Fuße in das weiche Ufer der Weser, wobei sich der Schuh mit Weserkies füllte. Er zog den Schuh aus und warf den Kies dicht vor Fuhlen nieder. Daraus entstand der Hünenbrink in Peters Kampe, von dem heute nur noch ein Rest zu sehen ist.

Die schöne Zwergin von der Paschenburg

Unterhalb der Paschenburg ist ein Felsspalt mit einer Höhle. Dieser Felsspalt mit Höhle war früher über eine Leiter von dem Bergkamm in unmittelbarer Nähe der Paschenburg für jedermann zugänglich. Die Höhle wird in vier bekannten Sagen, die in wichtigen Zügen übereinstimmen, unterschiedlich bezeichnet: Meumekenloch, Mönkenloch und Mäumeloch. Eine Sage in dem Werke „Das malerische und romantische Westfalen" von 1842 lautet:

In der Nähe des Paschen- oder Osterberges ist eine Höhle, das Mönkenloch, darin hauste einst eine wunderschöne Zwergin oder Wichtelweibchen; das verliebte sich in den Grafen von der Schaumburg, der in ihren Gründen jagte und warf ihre zauberhaften Netze um den schmucken Ritter so geschickt, dass er sich betören ließ und täglich sich wegschlich von seiner braven Gemahlin, um seine reizende kleine Nebenbuhlerin zu sehen. Die Gräfin aber war schlau und durchschaute ihren Gemahl. Eines Tages folgte sie ungesehen seinen Gängen und fand in der Mönkenhöhle in schlummernd, sein Haupt mit dem dunklen Lockenhaar auf dem Busen der verliebten Elfe, die neben ihm schlafend auf dem Mooslager ruhte. Da schlich die Gräfin leise sich näher und schnitt eine Locke von dem langen Goldhaar der Verführerin und eilte dann rasch auf die Burg zurück, um weinend ihren Raub, den Beweis, dass er durchschaut sei, ihrem Gemahl zu zeigen. Da ging der Graf in sich und fühlte den Zauber gelöst und erhielt Verzeihung von seinem Eheweibe. Als er aber nun nicht mehr zur Höhle kam, hörte man nachts die herzzerreißenden Klagetöne der verlassenen Zwergin, die Burg umschwirrend, bis sie durch Gebet gebannt wurde.

Die Linde vor der Schaumburg

Als Graf Otto von Schaumburg fern von seiner Burg in Gefangenschaft schmachtete, klagte ein Böser Knappe ein junges Mädchen der Zauberei an. Da hielt der Vogt des Grafen Gerichtstag ab. Eine große Menschenmenge aus den umliegenden Dörfern hatte sich eingefunden, um den Urteilsspruch zu vernehmen. Das Mädchen wurde vor den Richter geführt. Mit ergreifenden Worten beteuerte es seine Unschuld. Nun wurde es in den Hexenturm geworfen und gefoltert. Aber auch die schrecklichen Folterqualen vermochten kein anderes Bekenntnis aus ihm herauszubringen.

Da gab der Richter bekannt, dass ein Gottesurteil die Schuld oder Unschuld an den Tag bringen sollte. In der Nacht vor dem Gottesurteil brach ein starker Sturm los, der die alte Linde vor dem Burgtore umstürzte. Als die Gefangene am anderen Morgen durch das Burgtor geführt wurde, brach sie hastig ein Reis von dem gestürzten Lindenbaume, steckte es in die Erde und rief: „So gewiss dies Reis grünen und wachsen wird, so war bin ich unschuldig." Dann hob man sie schnell in einen Wagen und brachte sie zur Arensburg. Dort in den Hexenteichen sollte das Gottesurteil entscheiden. Zwei Knechte des Vogts legten dem Mädchen ein Strick um den Leib und stießen es ins Wasser. Schwamm es oben, so war seine Schuld bewiesen, ging es unter, so war es unschuldig. Die Unglückliche sackte sogleich vor den Augen der Zuschauer in die Tiefe. Bestürzt zog man sie, so schnell es ging, heraus. Es war zu spät, das Leben war entwichen. Man hatte eine Unschuldige ermordet.

Das Lindenreis vor der Schaumburg aber grünte und wurde ein mächtiger Baum. Noch heute lauschen wir dem Flüstern seiner Blätter und dem Rauschen seiner Zweige und gedenken dabei mit Schauder der Zeit finsteren Aberglaubens.

 

"So wahr dieses Lindenreis, das ich hier pflanze, grünen und blühen wird, bin ich unschuldig!" Dieses sind die letzten Worte eines Mädchens, das auf diesem alten Thingplatz - hier wurde auch "Recht" gesprochen und "Ehen geschlossen" - 1400 n.Chr. in einem Hexenprozess zum Tode verurteilt wurde.

Quelle: Heimatsagen aus der Grafschaft Schaumburg; Arbeitsausschuss des Kreislehrervereins, Ausgabe 1962;  "Heimatbuch Dorf Schaumburg" S. 472 und 474 - Verfasser: Heinrich Kipp - mit freundlicher Genehmigung durch Herrn Ulrich Kipp

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